Presse
Kölner Stadt-Anzeiger 28.11.2011
Von Norbert Ramme
Von Spekulatius und Euro-Krise
Weihnachtsengel - Wer hätte das gedacht – der Soundtrack zur aktuellen Euro-Krise kommt von Tommy Engel. Im Duett mit Purple Schulz spannt der kölsche Sänger und Entertainer den musikalischen Rettungsschirm auf und setzt damit einen der Glanzpunkte in der aktuellen „Weihnachtsengel“- Show. Knapp 2500 Besucher waren von den ersten beiden Aufführungen im Staatenhaus am Tanzbrunnen begeistert und feierten die Musiker mit stehenden Ovationen, anhaltenden „Bravo“ – und „Zugabe“-Rufen. Zu Recht. Das ist wohl das beste Programm, das Engel und seine Band in den vergangenen Jahren auf die Bühne gebracht haben. Die Parodien auf die klammen Euro-Länder haben Witz, Biss und Format. Los geht´s mit „Irisch Moos“ im Stil der Dubliners. Dann wird ein Erfolgsschlager von Nana Mouskuri verwurstet ( „Ein Scheck wird kommen, wir brauchen mehr als einen, aber bitte keinen kleinen“) und zur Titelmelodie aus dem Columbus-Film – früher auch von Boxweltmeister Henry Maske als Einmarschsong benutzt – heißt es: „En Portujal es et Jeld bahl all“. Wahrhaft tränenanrührend schnulzt Engel wie einst Julio Iglesias ( „Wenn ein Schiff vorüberfährt, nur eine Barkasse“) und setzt zum „Felicidad“-Schlager von Albano & Romina Power zu einem Spottlied auf Berlusconi an: „Die Mädchen sind da“. Dazu demonstrieren die beiden Sänger, wie das Krisenlied bei Marie-Luise Nikuta klingen würde. Zu dem „Aaschkaat“-Text von Robert Pütz hat Pianist Jürgen Fritz einen Schunkelwalzer komponiert: „Diese Melodie schrieb sich von allein. Dafür gibt es ja auch rund 200 fast gleichklingende Vorlagen.“ Das Publikum hat den Refrain („Hammer ald wider en Kriese, ham´mer ald wider Pech. Die andere machen de Miese, un mer, mer zahlen de Zech“) schnell drauf, und die Kölner machen das, was sie am besten können: Sie lassen sich das Menü mit geschmortem Rinderbraten schmecken und schunkeln sich aus der Krise. Zumal Engel den Schuldigen für die Wirtschaftsprobleme gleich zu Anfang des Programms ausgemacht hat. „Dat ist der Spekulatius.“ Gemeint sind damit die Spekulanten. Zu Gedichten und traditionellem Weihnachtsgut, zu einigen ungewohnten und neuen Titeln gibt es die bekannten Hits. Schulz singt mit der Band „Verliebte Jungs“ und „Sehnsucht und schmachtet solo am Flügel zu „Kleine Seen“. Engel zieht alle Register von „Du bes Kölle“ und „Dummer nit esu“ über „Kathrin“ bis zum „Veedel“ und den Opernarien in seiner Paraderolle als „Huusmeister Kaczmareck“ – in edlem Frack und weißem Schal um den Hals.
Kölnische Rundschau 28.11.2011
Von Hans Brodüffel
Leise Liebeserklärungen
Rundschau präsentiert traumhafte Dinnershow mit Tommy Engel als Weihnachtsengel
„Ein Schiff wird kommen und bringt mir den Einen“, sang einst Nana Moskouri im Hafen von Piräus und Blickte sehnsuchtsvoll aufs Meer. „Ein Scheck wird kommen. Es können auch mehrere sein“, verkündet Tommy Engel als Weihnachtsengel den Griechen im Blauen Salon des Staatenhauses am Tanzbrunnen. Während die hohe Politik es mit dem Euro-Rettungsschirm nicht geregelt bekommt, spannt der Weihnachtsengel, der von der Rundschau präsentiert wird, den musikalischen Rettungsschirm auf. Auch die Protugiesen ( „En Portujal es et Jeld bald all“ ) können sich Hoffnung auf Hilfe machen. Im Lied vom „Spekulantius“ gibt der Engel den Bankern die Schuld, dass dem Nikolaus die Geschenke ausgehen. Aber natürlich hat er eine Idee, wie der Helije Mann doch noch einiges aus dem Jutesack zaubern kann.
Auch in dem neuen Titel “Aschkaat“ widmet sich Tommy Engel den „Finanz-Kamikazes“ und den Strategien, einiger maßen unbeschadet durch die Kriese zu kommen. Der Kölsche tut das, was er am besten kann: Er schunkelt- und schon sieht die Welt wieder besser aus. Tommy Engel beschert seinen Gästen einen traumhaften Adventsabend. Er singt, tanzt, liest, witzelt, charmiert, parodiert und kapriolt- mal rockig, dann besinnlich, aber immer kölsch pur. Glanzlichter sind einige textstarke Lieder der letzten CD „Dummer nit esu“ wie das gleichnamige Titellied und „Dönn Wäng“. Passend zur Jahreszeit huldigte Engel seiner Stadt in eher leisen Liebeserklärungen wie in „Dä kleine Laade vun dr Mam“ und „Du bes Kölle“. Zusammen mit Purple Schulz singt er das wunderbare Duett „Dick und Dünn“ nach der Melodie „Ebony and Ivory“ von Paul McCartney und Stevie Wonder. Einfach hinreißend die wehmütige Klage über den nadelnden Tannenbaum „Ich lass Dich stehn“ nach Aznavours berühmtem Chanson „ Du lässt Dich gehn“. Begleitet wird Engel von einer stielsicheren Band und seinem kongenialen musikalischen Leiter Jürgen Fritz. Zum Schluss holt er alle 75 Serviceengel für ein Dankeschön auf die Bühne. Zu den Gaumenfreuden der Dinnershow gehören unter anderem eine Kartoffel-Lauch-Cremesuppe und „Mutter Engel´s“ weihnachtlicher Rinderbraten, geschmort in kräftiger Barolo-Sauce.
Kölner Stadt-Anzeiger 06.12.2010
Tommy Engel lästert über die gängige Kölschtümelei
Weihnachtsengel – Mit roter Clownsnase Weihnachtslieder singen? Das geht. Tommy Engel kann das. Das wunderschöne kölsche Krätzchen vom „Jänsebrode“ zählt mit zu den Höhepunkten der neuen „Weihnachtsengel“-Show, die in der Rheinparkhalle neben dem Tanzbrunnen Premiere hatte. „Die Janz, die nur für mich jejackert, die sich für mich abgerackert, sich dick und rund für mich jefresse, der sag ich: „Danke Janz“ beim Esse.“ Engel und Jürgen Fritz, der musikalische Leiter der Band und des Programms, verraten in dem Lied zudem Ihr Lieblingsrezept für einen zünftigen Gänsebraten mit dem Ergebnis: „Eine jut jebratene Janz ist eine jute Jabe Jottes.“ Gut. Ein knuspriger Gänsebraten wurde vor dem Beginn der Show zwar nicht aufgetischt. Doch die mehr als 1200 Premierengäste ließen sich Kartoffel-Lauchcreme-Suppe sowie mit Pflaumen gefüllten Putenrollbraten und Rinder-Rouladen schmecken – auch wenn diese an einigen Tischen zuvor etwas zu lange im Topf geschmort hatten, so dass sich die Gabeln bogen. Im „blauen Salon“, in den die ansonsten eher ungewöhnliche Halle aufwändig umdekoriert war, entfaltete Engel einmal mehr sein ganzes künstlerisches Spektrum – von der witzig-frechen kölschen Rampensau bis hin zu einem von den Fans umjubelten Heldentenor. Engel singt seine Lieder nicht nur, er spielt sie auf der Bühne – er ist Säner, Entertainer und Komödiant. So vor allem im völlig umarrangierten Klassiker „Drink doch eine met“, den Engel – mit rhythmischen Tanzeinlagen – und seine Musiker im Stil der südafrikanischen Kollegen von Ladysmith Black Mambazo darbieten. Das ist ganz großes Kino. Überhaupt hörte man der vor einigen Monaten um Pianist Fritz neu formatierten Band an, dass sie richtig fleißig miteinander geprobt und gearbeitet hatte. Musikalisch unterstützt von den Gitarristen Pit Hupperten und Alex Olivari, von Schlagzeuger Heiko Braun, Bassist Hans Maahn und Backgroundsängerin Frauke Harder präsentierte Engel gleich sieben Songs der neuen CD „Dummer nit esu“, die rechtzeitig zur Weihnachtsengel-Premiere in den Handel gekommen ist. Vor allem der Titelsong hat richtiges Hit-Potenzial. Da geht Engel gegen die gängige Kölschtümelei an („Dummer nit esu als jöv et Kölsch un Flönz nur bei uns in Kölle – un Kamelle ömesöns“) und macht sich für die Region stark: „Et kütt nit ob die Herkunf an, nur op di Jeföhl. Und dat kanns de han en Neppes oder en Troisdorf un en Bröhl.“ Zudem singt er vom „Buchjeföhl“ und über „Hypochonder“ mit goldenem Krankenschein, über kleine Glücksgefühle, den Schönheitswahn und über zunehmende Einblicke in die Privatsphäre. „Nirjens es mer ens allein, denn üvverall hürt einer met“ heiß es in „Dönn Wäng“ und in „Jläserne Minsche“ singt Engel: „Nix es mih privat. Et weed alles registriert, wat en unserem Lääve un üvverhaup passiert.“ Ehe Engel Klassiker wie „Niemals geht man so ganz“, „Hey Jude“ oder „Meiers Kättche“ anstimmt, die mit Unterstützung des Indigo Streichquartetts durchaus anders klingen als gewohnt, schlüpft er in seine Paraderolle als „Huusmeester Kaczmarek“. In edlem Frack und weißem Schal um den Hals erklärt er die Entstehung der Fünften Sinfonie von Ludwig van Beethoven. „Der hat seiner kölschen Magd zugehört, als die sich mal fragte „Dat dat dat darf?“. Da hatte der Komponist die Idee: „ Ta-ta-ta-taaa.“ Das zugehörige Lied fließt dann gleich mehrfach über in den Beatles-Hit „Roll over Beethoven“. Da sprangen viele Zuschauer, wie auch zum Ende der Show von den Sitzen und feierten den kölschen Sänger mit stehenden Ovationen und anhaltenden „Zugabe“-Rufen. (NR)
Eintrittskarten für die Weihnachtsengel-Show und das zugehörige Menü (68Euro)gibt es noch für die Sonntage 12. Und 19. Dezember (jeweils 18Uhr). www.tommyengel.de
Tommy Engel (l.) und Jürgen Fritz Bild: Stefan Worring
Kölnische Rundschau 06.12.2010
Von Hans Peter Brodüffel
Himmlische Genüsse im Blauen Salon
„Weihnachtsengel“-Premiere: Tommy Engel beschert einen traumhaften Adventsabend
Der muntere Maestro sang, tanzte, las, witzelte, charmierte, parodierte und kapriolte. Tommy Engel bescherte als „Weihnachtsengel“ seinen begeisterten Gästen im ausverkauften Blauen Salon des Staatenhauses am Tanzbrunnen einen stimmungs- und genussvollen Adventsabend. Glanzlichter den Dinner-Show, bei der die Rundschau Medienpartner ist, waren die textstarken Lieder seines neuen Albums „Dummer nit esu“. „Mir losse uns net bespinkse. Mir sin freie Minsche un hann et jän privat“: In „Jläserne Minsche“ singt Engel gegen das Ausspähen von Google Street View und der Tendenz zur totalen Registrierung und Durchleuchtung an. „Charakterköpp“ ist eine Huldigung an die Falten, die man sich im Leben ehrlich verdient hat. Dabei bekommt die florierende Schönheits-Chirurgie ihr Fett ab: „Lück losse sich all lifte. Och wenn se donoh ussin wie en verblötschte Barbiepopp.“ Gesundheitskult und diffusübertriebene Empfindsamkeiten sind das Thema von „Hypochonder“ („Bin ich krank, bin ich jesünder“). „Dummer nit esu“ ist eine treffsichere Kritik an Kölner Großstadt-Arroganz gegenüber dem Umland („Kölle es e Jeföhl. Dat hätt mer och in Troisdorf un Bröhl.“). Als musikalische Gäste begrüßte Tommy Engel das Indigo Streichquartett, das nicht nur dem Namen nach zu der festlich blauen Dekoration passte. Heike Haushalter (Violine), Petra Stalz (Violine), Monika Malek (Viola) und Gesa Hangen (Cello) bereicherten die ausgefeilte Show mit vielseitiger Ausdrucksstärke. Die Tommy-Engel-Band mit Leiter Jürgen Fritz beeindruckte mit Stilsicherheit und Präzision. Neu dabei waren Pit Hupperten (Gitarre & Gesang), Alex Olivari (Gitarre & Gesang), Heiko Braun (Drums & Percussion), Hans Maahn (Bass) sowie Frauke Harder (Gesang). Zusammen mit Jürgen Fritz trug Engel das „Jänsebrode Leed“ vor – ein in bester Krätzchen-Tradition gesungenes Rezept. Herausragend auch der Mix aus Beethovens 5. Sinfonie und „Roll over Beethoven“ von den Beatles, in dem Hausmeister Kaczmarek sachkundig die Entstehungsgeschichte der Sinfonie erzählt. Schon fast genial: Die wehmütige Klage über den nadelnden Tannenbaum „Ich lass Dich stehn“ nach Aznavours berühmten Chanson „Du lässt Dich gehn“. Natürlich legte der „Weihnachtsengel“ auch bewährte „Do-jeht-et-Hätz-op-Leeder“ wie „Do bes Kölle“ und „In unserem Veedel“ auf den Gabentisch. Zum gelungenen Finale gehörten gemeinsam gesungene Weihnachtslieder Wie „Süßer die Glocken“ und „Leise rieselt der Schnee“. Zum Schluss holte Engel alle 60 emsigen Serviceengel auf die Bühne, die fast 1300 Gäste mit liebevoller Aufmerksamkeit betreuten. Zu den Gaumengenüssen des Weihnachtsdinners gehörten unter anderem Rinder-Roulade mit einem deftigen Sößchen und mit Pflaumen gefüllter Putenrollbraten in Cointreau-Mandelsauce. Karten für die Weihnachtsdinnershow gibt es nur noch für die Sonntage 12. Und 19. Dezember, unter anderem bei KölnTicket unter der Telefonnummer 0221/2801 sowie im Internet. www.der-weihnachts-engel.de
„Du bes Kölle“: Tommy Engel und Band vor dem Bühnenbild im Staatenhaus am Rheinpark. Karten für den „Weihnachtsengel“gibt es nur noch für den 12. Und 19. Dezember. (Fotos: Schmülgen)
Kölnische Rundschau 24.11.2007
Fröhliches Fest
Rundschau präsentiert die neue Show von Tommy Engel – Bei der Premiere in Bestform „Engel, Bengel, Butzestengel“ war in Höchstform. Bei der „Tommy Engel Weihnachtsdinner Show“ spielte der „Weihnachtsengel“ am Donnerstagabend sein ganzes komödiantisches Talent aus, und die 600 Premierengäste bogen sich zeitweise vor Lachen. Die nahezu ausverkaufte Show im Zelt im Media-Park wird von der Kölnischen Rundschau präsentiert. Los geht´s gleich mit einem etwas anderem Weihnachtslied „Et klingelt he, et klingelt do“ über den Gerichtsvollzieher P. Steinbrück: „Hä nimmt et nit för sich, hä deit doch nur sing Pflich.“ Fröhliches wechseln mit hintersinnigen Liedern. Die, die zum Lachen in den Keller gehen, kriegen ihr Fett weg. Ebenso wie die „Sozialarbeiter“ der Stunksitzung, die es doch tatsächlich auf sich nehmen, vor Heiligabend noch 13 zusätzliche Sitzungen zu machen, „und alles nur für die, die zu faul sind, im Keller zu lachen“. Er umarmt seine Stadt, und er umarmt Hans Hachenberg, die „Doof Noss“, der eine kleine Kostprobe gibt. Tommy Engel versteht sich auf leise Töne, rührt die Zuschauer mit dem Stück über den Melatenfriedhof, in dem es heißt: „ Denn schön es, wenn man blieve kann un nit muss.“ Mit seinem traditionellen Weihnachtslied reist er diesmal nicht um die ganze Welt, sondern tummelt sich in Europa – „Ihr Kinderlein kommet“ mal in Italien als Pavarotti, mal in Frankreich mit Wiener Schmäh als Hans Moser auf die Melodie vom „3.Mann“ oder in London als Pilzkopf zu „All you need is love“ – köstlich. Unnachahmlich lässt es Mister Kaczmarek aus Las Vegas krachen, wenn er zur Elvis-Melodie „Are you lonesome tonight“ lossülzt und Jagdszenen auf den Puter in der Küche schildert: „Is et endlich esu wick, dann bricht däm Puter dat Genick- ach du gnadenreiche, schöne Weihnachtszick.“ Und auch was früher Dean Martin trällerte, leiht sich Tommy Engel aus und singt: „Dat dr Schramma zu Huus nur Tom-Waits-Lieder singt, es jeloge…“ Die Zuschauer ließen Engel und seine Truppe um Jürgen Fritz erst von der Bühne, als es aus Lärmschutzgründen gar nicht mehr anders ging – alles in allem der beste Weihnachtsengel, den es je gab. (hap) Eine rundum gelungene Weihnachtsshow bot Tommy Engel den 600 Gästen bei der Premiere im eigens dafür aufgestellten Zelt im Media-Park. (Foto: Schmülgen) Kölner Stadtanzeiger 24./25.November 2007 Wenn Tommy den Elvis macht So lieben ihn die Kölner, wenn er mit dem lässigen „Guten Abend, Freunde“ die Bühne betritt. Als Weihnachtsengel mit Schmackes- zwar ohne Flügel, aber wie immer mit Sinn fürs kölsche Jemöt: Zum dritten Mal zieht Tommy Engel seine Weihnachtsdinner-Show ab, in diesem Jahr im weißen und karg geschmückten Himmelszelt im Mediapark. Und wieder ist das Publikum von „Karneval zu Weihnachten“ durchweg begeistert. Wenn Tommy als Huusmeester Kaczmarek aus Las Vegas den Elvis macht („Alles Netto“ von „In the Ghetto“) oder den Dean Martin („Es jeloge“ von „That´s Amore“) und obendrein vom tristen Weihnachtsurlaub im Süden erzählt („Sich die Jäjend schön luure, dat mät möd“) kommt das Zelt zunehmend in Fahrt. Lacher auch beim kleinen Seitenhieb auf die „Sozialarbeiter“ der ersten „Stunksitzung“ am 14. Dezember: „De Session es dies Johr su koot, dat mer oppasse muss, dat wenn mer aanfängk ze laache mer bes Aschermittwoch domet fädich es.“ Zur Hochform läuft Tommy („Ich ben keine Engel, ich heiße nur so – ich köm jar nit huh“) in seiner Reise durch Europa auf – mit sechs Variationen von „Ihr Kinderlein kommet“ („Ihr Kinderlein komeet“). Aber um Luciano Pavarotti zu persiflieren, fehlte ihm doch noch das Volumen. Große Klasse die fantastisch spielende Band mit Jürgen Fritz am Piano und Rockgitarrist Andreas „Schrader“. Schön die Hommage an Trude Herr (die Schauspielerin in einem kölschen Video-Sketch mit Heinz Erhardt) und eine kleine Überraschung für Büttenredner Hans Hachenberg (82). Der hatte seinen Platz nur kurz verlassen. Als er zurückkehrt ins Zelt, sorgt Tommy für tosenden Applaus und einen Auftritt der „Doof Noss“ und hat einen weiteren Gast begeistert: In der Pause erinnerte sich Alexandra Kassen vom „Senftöpfchen“ gern an das Jahr 1974: „Damals war Tommy mit den Bläck Fööss das erste Mal bei mir“. Zum Finale erklingt (natürlich) Trude Herrs „Niemals geht man so ganz“ und als Zugabe singt Tommy sein leises und sehr kölsches Liedchen: „Meiers Kättche“. Bei Köln Ticket gibt es für die 14 Vorstellungen bis 16. Dezember noch Restkarten für 68 Euro. „Alles Netto“ singt Tommy Engel als Huusmeester Kaczmarek in seiner Weihnachtsdinner-Show – und er findet: „Dat der Schramma zo Hus Tom-Waits-Lieder singt, es jeloge.“ Bilder: Stefan Worring
Express 26.11.2005
Christof Ernst
Der Engel und die himmlische Show
Der Engel war da und er hat uns eine himmlische Show geschenkt!“Weihnachtsengel „ heißt die Revue von Tommy Engel, die im“ Himmelszelt“ auf der Rennbahn Premiere hatte. Alles ist drin –viel Gefühl und ganz viel Witz: Tommy als“ Omma „die sich von den Enkeln Weihnachtslieder wünscht .Tommy als frustrierter Zimmermann Jupp den die bekifften Heiligen drei Könige besuchen und Reggae singen ;Tommy als Huusmester Kaczmarek, der nicht nur rappt, sondern auch Arien singt. Und wie !Aus“ La Donna e mobile“ wird „Wo sinn ming Möbele, “aus „O sole mio“ wird die Baumarkt-Hymne“Obi ming Paradies“ Dazu eine fantasstische Band mit Chef Jürgen Fritz (dessen Hochzeit mit Nico Cronemeyer am 13.Dezember Tommy keck von der Bühne verkündete):das setzte Maßstäbe .Am Schluss stand das Publikum nahm sich bei Veedel an den Händen.Nä wat wor dar schön!
Kölner Stadtanzeiger 26./27. 11. 05
Norbert Ramme
Kaczmarek, der Weihnachtsengel
„ Ich ben keine Engel, ich heiße nur esu,“ hieß es im Auftaktsong. Aber Tommy Engel sang fast wie ein Engel. Und er traute sich einiges zu , denn Ausflüge in Oper, Operette und Musical hatte man bislang von dem kölschen Sänger und Komödianten nicht gehört .In der bodenständigen Version der derzeit angesagten Dinner-Shows mit Zirkusprogrammen ,die jetzt im „ Himmelszelt „ auf dem Gelände der Weidenpescher Pferderennbahn Premiere hatte, verzückte Engel die 420 Gäste in der Rolle seiner Kultfigur „Huusmester Kaczmarek“ mit kölschen Versionen bekannter Arien. Den mausgrauen Kittel schnell gegen einen farbgleichen Frack eingetauscht, klagte er zu den Klängen der ausgezeichneten eingespielten Band um den musikalischen Leiter Jürgen Fritz sein alltägliche Hausmeister-Leid. Aus „La donna e` mobile“ wurde „ Wo sin ming Möbele? Han ich verlore beim Knobele“. “O Obi mio „ beschrieb den Einkauf im Baumarkt , und mit „Granada“ besang er sein Traumauto- er besitzt ja nur einen Lada . Neben alten Bläck-Föös-Titeln (Meier`s Kättche , Indianer Kriesche nit , Veedel) gab es natürlich auch weihnachtliche Weisen- mal a cappella im Original, mal als Parodie : „Oh stille mich ,du Fröhliche“. Dazu plauderte Engel über Kindheitserlebnisse, Erfahrungen vor und hinter den Kulissen des kölschen Showgeschäfts und schlüpfte in diverse Rollen – hörte sich als Oma die Lieder und Gedichte der Pänz an oder erzählte in Zimmermanns-Kluft vom Leid des Josef von Nazareth („ Jottes uneheliche Kinder jroßzetrecke, hatt ich doch nit jeliehrt „), und er sang mit den drei Königen – die Kostüme für die Musikerkollegen Anke Schweizer, Markus Gahlen und Tommys Sohn Rene hatte Designerin Maria Lucas beigesteuert – eine überwitzige Version des Reggae-Klassikers Isarelites“. Thematisch passten die John Lennon-Hits „Imagine“ („Stell dir vür “) „Happy Christmas“ sowie Neil Youngs „After Goldrausch“ genauso im Programm wie zwei Songs von Trude Herr, Tommy Engel , eine riesige Puddingportion löffelnd, liebevoll parodierte: „Ich kann esse, wat ich will , ich nemme nit af“. Als vor den zugaben noch mal der Auftaktsong, diesmal erheblich flotter und rockiger erklang, war klar: Die“ Weihnachtsengel“- Show war eine runde Sache
Kölnische Rundschau 26./27.Nov.05
Manfred Reinnarth
Ein himmlisches Vergnügen im Zelt
Wer mal sehen will ,wie bei einem Engel die Augen wahrhaft spitzbübisch funkeln muss nur ins“ Himmelszelt“ an der Galopprennbahn gehen. Dort vermittelt Tommy Engel mit seiner Band jetzt im Advent stets an den letzten vier Tagender Woche jedem , der auch nur einen Tropfen kölschen Bluts im Herzen hat ,ein weihnacht heimeliges Gefühl“ Weihnachtsdinner –show“ heißt das von der Rundschau präsentierte Ereignis .Wenn der Mitbegründer der „Bläck Föös“ singt . Ich bin keine Engel, ich heiße nur su“, dann klingt das wie die selbst ausgestellte Generalvollmacht , nach Herzenslust über kölsche Besonderheiten und sogar das Jesuskind samt Familie zu schmunzeln. Und dem Publikum bleibt gar nichts anderes übrig, als mitzulachen. Bei der außerordentlich gut gelungenen Premiere sang“ die ganze Familie“ als die der Entertainer seine 400 Gäste bezeichnet hatte, immer wieder mit, brannte Wunderkerzen ab und applaudierte. Am Schluss sogar stehend und so ausdauernd, dass Engel mit schon angezündeter Freudenzigarre samt seiner „Engel-Bande“ um Jürgen Fritz gegen 23 Uhr (Beginn war 19 Uhr )nochmals auf die Bühne musste. Neue Songs und Geschichten „schenkte „ Engel seinen Gästen schon vor dem Fest –wenn man davon absieht , dass die Show natürlich Eintritt kostet. Für die 63 € plus Vorverkaufsgebühr tischen Küchenchefin Yvonne Schürmann und ihr mehr als 30-köpfiges Team – beinahe alle mit Engelsflügeln ausstaffiert – aber auch noch ein leckeres Menü auf .Die gut abgestimmte Show ,die sich geschickt Beleuchtungseffekten und stimmungsvoller Dia-Bilder bedient, eine bunte Mischung aus genial eingekölschten Welthits , brillant überzeichneten Porträts (spitze ist Huusmeester Kaczmarek, dem und einfacher gelungener Unterhaltung im 100-prozentiger Tommy-Engel-Stil. Kaczmarek , dem „Schraubenwühler“ und „ Rohrfühler „, ist ein witziger Zyklus von kölsch getexteten Lieder gewidmet .Es schwingt aber auch – und das mag das bevorstehende Fest wie auch das voranschreitende Lebensalter eine Rolle spielen – eine Rolle spielen – eine gehörige Portion Wehmut mit . Erzählungen aus der Kindheit, die Engel als jüngstes von zehn Kindern in der Lotharstraße 30 in Sülz erlebte , paaren sich mit Schulgeschichten , Erinnerungen an Trude Herr und Rückgriffen auf seine Zeit mit den „ Föös“ die er 1994 verließ.







